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An einem stürmischen Septemberabend im Jahre 2002 wuchs in uns der Drang eine Berittene Bläsergruppe zu gründen... Also fanden wir uns zur ersten Übungsstunde mit vier vermeintlichen Bläsern, einem Fürst-Pless-Horn und einem Saxophon ein und begannen unseren Werdegang zu planen. Zu dieser Zeit glaubte eigentlich noch keiner daran, dass aus dem Gedanken tatsächlich Realität wird... Aber nur wenige Wochen später hatten alle ein eigenes Horn, einige leichte Signale konnten schon gespielt werden, die Berittene Bläsergruppe Schinderhannes war geboren. Unser Vorbild ist das Berittene Bläsercorps Frankenstein, das uns auch mit Rat und Tat zu Seite steht. Auf diesem Weg ein herzliches Dankeschön an die Frankensteiner! Aller Anfang ist schwer, mittlerweile haben wir jedoch Auftritte im Umkreis von 150 km und freuen uns zusehens über viele neue Engagements. |
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| Die Berittene Bläsergruppe Schinderhannes verwendet zur musikalischen Untermalung der Reitjagd ausschließlich das Fürst-Pless-Horn. Das Horn wurde vor etwa 120 Jahren von Fürst Pless für die Verständigung auf der Jagd mit Signalen entwickelt; es hat eine Rohrlänge von ungefähr 130cm; der Hörnerklang ist mit dem Wind etwa 3km weit zu hören. Das Pless-Horn, wie es heute allgemein genannt wird, ist auch noch in unserer von Technik geprägten Zeit, das wesentliche Element für Sicherheit und Verständigung auf der Jagd. |
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| Das Fürst-Pless-Horn ist in B gestimmt, wie eine Trompete, wird jedoch ohne Ventile geblasen. Das Jagdhorn erlaubt 5 bis 7 Naturtöne, die mit der Muskelspannung der Lippen und einer entsprechenden Luftmenge erzeugt werden. Die geringen melodischen Möglichkeiten dieses Hornes werden durch die Vielfalt der rhythmischen Figuren ausgeglichen. Das Fürst-Pless-Horn hat unter allen heutigen Jagdhörnern den engsten Bezug zur jagdlichen Praxis behalten. Durch seine Handlichkeit fungiert es im Waidwerk vorzugsweise als Jagdgebrauchsinstrument. Das praktische runde Signalhorn ist erst seit 1870 untrennbar mit dem Namen des Oberstjägermeisters am Hofe Kaiser Wilhelms I. und II. verbunden. Hans Heinrich XI. Fürst Pless (1833 - 1909) war es, der sich vehement für die Verbreitung dieses Horns einsetzte. Seit weit mehr als hundert Jahren hat das Fürst-Pless-Horn sein Aussehen nur unwesentlich verändert und wird noch heute als unverzichtbares Relikt aus alten Zeiten mitgeführt. |
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